Kariesprophylaxe
Karies ist weltweit eine der häufigsten und am weitesten verbreiteteten Erkrankungen. Mit einer gezielten Kariesprophylaxe kann Karies meist vermieden werden.
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Beschreibung
Risikotest
Beschreibung
Unter der Kariesprophylaxe versteht man verschiedenste Massnahmen, die zur Verhütung von Karies dienen. Unter anderem sind dies:
- Ernährung
- Mundhygiene
- Fluoridierung
- Fissurenversiegelungen
Bei der Ernährung gilt es besonders auf stark zuckerhaltige Nahrungsmittel zwischen den drei Hauptmahlzeiten zu verzichten. Dies gilt auch für Früchte, wie etwa Bananen oder Äpfel, die viel Fruchtzucker enthalten. Zucker ist die Nahrungsquelle der Karies verursachenden Bakterien. Ohne Zucker keine Karies!
Eine optimale Mundhygiene vermindert das Kariesrisiko durch Verringerung der Keimzahl (Bakterienzahl). Voraussetzung für eine optimale persönliche Mundhygiene sind:
- Zahnbürste
- Zahnpaste
- Zahnseide
Die Zahnbürste (Handzahnbürste, Kinderzahnbürste, elektrische Zahnbürste) dient der mechanischen Reinigung der Zahnoberfläche. Sie entfernt die Zahnbeläge.
Die Zahnpaste unterstützt einerseits die mechanische Wirkung der Zahnbürste, andererseits enthält sie antibakterielle (gegen Bakterien wirkende) Substanzen, welche zu einer Verminderung der Karies verursachenden Bakterien führen.
Die Zahnseide wirkt ergänzend zur Zahnbürste. Sie dient zur Reinigung der Zahnzwischenräume.
Die Fluoridierung dient der Remineralsierung von demineralisiertem (entkalktem) Schmelz. Entkalkungen sind Vorstufen von Karies. Fluorid ist aber auch im Zusammenhang mit Zahnerosionen wichtig.
Fissurenversiegelungen sind sehr umstritten und kommen eigentlich nur bei Kindern mit tiefen Grübchen und Fissuren zur Anwendung. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Internetseite "Zähne versiegeln".
Auf folgenden Internetseiten finden Sie weiter nützliche Informationen:
- Mundhygiene
Zusätzliche Informationen zum Thema Kariesprophylaxe - Karies
Allgemeine Informationen zum Thema Karies
Risikotest
Speicheltests ermöglichen eine Bestimmung des individuellen Kariesrisikos. Folgende zwei Testverfahren haben sich dabei bewährt:
- Streptokoccus Mutans Test
- Lactobazillentest
| Kariesrisiko | Mutans Streptokokken | Laktobazillen |
|---|---|---|
| Kariesrisiko niedrig | wenig | wenig |
| erhöhtes Risiko evt. Karies vorhanden | wenig | viel |
| erhöhtes Risiko Hygienedefizit | viel | wenig |
| hohes Risiko Karies sehr wahrscheinlich | viel | viel |
Zusätzlich zu diesen zwei Tests lässt sich auch die Pufferkapazität des Speichels bestimmen. Eine niedrige Pufferkapazität erhöht das Kariesrisiko zusätzlich, da die von den Bakterien gebildete Säure schlecht vom Speichel abgepuffert wird und somit den Zahnschmelz angreift.
