Zähne imprägnieren / Fissurenversiegelung
Zähne mit zerklüfteter Oberfläche und tiefen Grübchen sind besonders Karies gefährdet. Durch eine Versieglung werden die tiefen Grübchen und Fissuren vor dem Angriff der bakteriellen Säure geschützt.
Im Zusammenhang mit der Fissurenversiegelung
wird im Volksmund häufig von "Zähne imprägnieren" gesprochen.
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Beschreibung
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Vor allem Bei Kindern ist die Kauoberfläche der Molaren (grosse Backenzähne oder Stockzähne) zum Teil stark zerklüftet und bietet Bakterien einen idealen Schlupfwinkel. Zusätzlich lassen sich diese tiefen Grübchen und Fissuren mit der Zahnbürste nicht reinigen.
Als zusätzliche kariesprophylaktische Massnahme kann in solchen Fällen die Zahnoberfläche mittels flüssigem Kunststoff und einem Haftvermittler (Klebetechnik) versiegelt werden. Die Zahnoberfläche ist somit vor Säureangriffen der Karies verursachenden Bakterien geschützt.
Wichtig bei einer Fissurenversiegelung ist:
- Kooperatives Kind
- Die zu versiegelnde Zahnoberfläche sollte noch völlig gesund sein
- Die tägliche Zahnreinigung muss beibehalten werden
- Eine regelmässige zahnärztliche Kontrolle alle drei bis sechs Monate
Die Lebensdauer einer Fissurenversiegelung beträgt ungefähr acht bis zehn Jahre. In einigen Fällen kommt es aber bereits innerhalb der ersten sechs Monate zu einem teilweisen Ablösen des Versieglers von der Zahnoberfläche. Dieser so genannte Retentionsverlust (Haftverlust) ist zugleich auch der grösste Nachteil von Fissurenversiegelungen. Wird dieser Haftverlust nicht rechtzeitig erkannt, so kann es innerhalb kürzester Zeit zu massiven kariösen Läsionen (Löchern) kommen. Denn die Bakterien können sich, bei einer undichten Versiegelung ungehindert unter der Versiegelung vermehren und ausbreiten.
Grundsätzlich sollte nicht bei jedem Kind versiegelt werden. Indikationen (Gründe) für eine Fissurenversiegelung sind:
- Tiefe Grübchen und Fissuren
Vor allem bei Molaren - erhöhte Kariesrisiko
Durch einen Risikotest zu prüfen
Eine absolute Kontraindikation (Gegenanzeige) für eine Fissurenversiegelung ist eine hohe Kariesaktivität. Die Kariesaktivität gibt Auskunft über die Anzahl neuer Karies innerhalb einer gewissen Zeitperiode und kann mittels Risikotests bestimmt werden.
